Winterklirren – überall…

Kahle Bäume – Blätterfall,
dichter Nebel – echolos.
Kalte Nase, Hände wie Eis –
ganz egal – Hauptsache:
Weihnachten wird’s weiß!
Die Hoffnung ist groß
bei rotem Kraut und hellem Kloß.
Gebratenes mit knuspriger Kruste –
am liebsten ganz heiß und mit viel Puste!
Familienrunde – leuchtender Baum –
meistens friedlich – das wäre ein
Traum.
Schöne Geschenke mit Freude und
Enttäuschung im Gepäck.
Zum Glück gibt’s den Umtausch!
Ach, nimm doch noch ein Gebäck!
Mit schwerem Magen dann zu Hause –
jetzt erstmal Pause.
Auf ein Neues im nächsten Jahr.
Ich freue mich drauf – ist doch klar!

M. Zwilling

Zwiegespräch – der perfekte Moment

Aus dem Bauch heraus – Gefühle spüren – endlich!
Zu mir, oder zu Dir…selbst?
Kaffee genießen, traute Zweisamkeit,
kein Muss für die Ewigkeit.
Einsamsein tut auch mal gut –
dafür braucht es manchmal Mut.
Öffnen kann gefährlich sein,
warnt der Kopf – aber, was weiß der schon?
Erfahrungen hat er – eine Rettung zum Glück,
dem Zweifel sei Dank.
Träum‘ weiter, bitte! – Ich geb‘ auf mich acht – versprochen,
habe soeben an der Freiheit gerochen.
Neue Weis(s)heiten, die wie unbeschriebene Blätter mit dem Wind tanzen,
einfangen – und beflügeln, was berührt.
Gedankenräume betreten, Hören und Sehen vergehen nicht.
Wahrnehmen – einfach leben.

Halte an Dir fest – Deine Entscheidung loszulassen,
weil Deine innere Welt nichts kostet – außer Überwindung.
Beschließe ab jetzt eine neue Erfindung: DICH

M. Zwilling

Das ist ja wohl der Gipfel…!?

Ist er das? Das Ende der Träume? Oder der Beginn des Neuen?
Für mich bedeutet „der Gipfel“ das Glück, mein individuelles Wohlbefinden genießen zu können.
Mit mir im Reinen zu sein, in Balance – ausgeglichen sein.
Oben wie innen und wie außen – im Spiegel des Lebens… von stürmisch bis sanft fließend…
An diesem Herbsttag, die noch immer wärmende Sonne auf der Haut zu spüren…
Den Duft, der bereits hier und dort bunt gewordenen Blätter, einzuatmen – feucht – erdig und frisch.
Die kühleren Tage kündigen sich schon durch leichten feinen Morgennebel an, wattig eingepackt…
In winzig kleinen Wassertröpfchen formt sich ein Ganzes und verliert sich im Licht des Tagesanbruchs…
Schöne Aussicht von hier oben…vom Gipfel aus wirkt alles unendlich weit – aber nicht unerreichbar –
eher klar und sicher…und einfach:
Herbst – Zeit – und los.

M. Zwilling

…wenn nichts mehr ist, wie es eben noch war…

Nachts, wenn die Schatten kommen, stellt sie sich vor, Flügel zu haben.
Schöne, große, ausladende – vor allem stark und tragfähig müssen sie sein. Ein paar Flugbewegungen genügen, um sich abheben zu lassen, eins, zwei, drei und…leicht und frei ist das Gefühl, einmal nicht den Boden unter den Füßen zu spüren…, sondern stattdessen, eine frische Brise, die die Nasenlöcher streift – wie von flauschigen Pusteblumen berührt. Der Atem kann tief und ergiebig sein…ein und aus, bereichernd und losgelassen.
Von oben aus betrachtet erscheint alles, was sonst beängstigend groß und übermächtig vorkommt,…niedlich und unbedeutend.
Puppenstubenblick aus der Vogelperspektive.
Ein wunderbares Gefühl, sich mit jedem Flügelschag höher schrauben zu können, dorthin, wo Adler & Co. sich treffen und – noch höher – ihre Kreise drehen…Runde für Runde.
Stille hören, ihr Raum geben.
Frei – Sein – Leben…
Die „inneren“ Flügel bewegen,
neues Potenzial entfalten,
Möglichkeiten bemerken…
Kraft und Kon-Zen-tration spüren…als ob nichts mehr ist, wie es eben noch war…
Langsam zur „Punkt“-Landung ansetzen, sich den besten Platz dafür aussuchen… – und dort, wo es angenehm ist, mit den Füßen zum Stehen kommen, um dann die ersten neuen Schritte zu gehen.
Erde – Wohlgefühl – Ankommen.
Ihr Blick ist klar und weit…

M. Zwilling

Das Fenster mit dem Blick in den „sonnigen Süden“

Der Frühling ist angekommen.
Das Zitronenbäumchen hat auf dem Balkon einen guten Platz an und in der Sonne bekommen – dort, wo es sich am wohlsten fühlt und gut gedeihen kann.

Womit geht es Euch gut?
Reicht der Blick auf das neue Grün, das überall sprießt?
Der Duft der Luft nach dem Regen oder Schnee?
Die Wärme der Sonnenstrahlen?
Das Vogelgezwitscher?
Oder braucht Ihr alles gemeinsam?
Ja – wahrscheinlich…und – warum auch nicht?
Mehr vom Guten zu genießen,…das kann man lernen.

Ein schönes inneres Wohlfühl-Bild entsteht genau so: durch die Vorstellung.
Und am eindrucksvollsten kann es in uns wirken, wenn es mit allen Sinnen erlebt wird.
Immer wieder – jeden Tag.

Ich liebe den Frühling.

M. Zwilling